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Interview mit Ralf Heinrich, Direktor Thomas-Strittmatter-Gymnasium St. Georgen

Schulalltag mit dem Cyber-Classroom: Weshalb haben Sie sich für die Einführung des „Klassenzimmers der Zukunft“ am TSG entschieden?

„Das Medienverhalten der Kinder hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Gerade bei den jüngeren Kindern im Alter von 6 bis 13 Jahren beobachten wir eine starke Zunahme der Computer- und Internetnutzung, die sich auch zunehmend auf den Schulalltag auswirkt. Mit dem Einsatz des Cyber-Classroom reagieren wir mit gezielt medienpädagogischen Ansätzen auf dieses Verhalten. Unsere SchülerInnen lernen, dass die neuen Medientechniken nicht nur von der Spiele-Industrie genutzt, sondern auch in der Schule eingesetzt werden können.“

Beschreiben Sie kurz den Verlauf der Kooperation zwischen dem TSG und der imsimity GmbH.

„Aus Kontakten zum „Virtual Dimension Center – Technologiezentrum“, einem Kompetenz- und Innovationszentrum aus St. Georgen, entstand die Verbindung. Wir haben gesehen, welche neuen Möglichkeiten die Virtuelle Realität für die Unterrichtsgestaltung gibt. Zwischen uns findet ein regelmäßiger Austausch statt, von dem alle Beteiligten profitieren. So stehen wir u.a. in engem Kontakt mit den Software-Entwicklern, mit deren Hilfe wir die Cyber-Classroom-Module erforschen und weiterentwickeln.“

Der Einsatz des Cyber-Classroom verändert die klassische Lehrsituation. Welche Erwartungen hatten Sie an die Nutzung des Cyber-Classroom im Unterricht?

„Besonders in den naturwissenschaftlichen Unterrichtsfächern wie Physik, Mathematik, Biologie oder Chemie treffen LehrerInnen und SchülerInnen auf abstrakte Lehrinhalte. Das Schulskelett vermittelt den SchülerInnen einen Naturabguss des menschlichen Skeletts in Lebensgröße. Wie aber sollen sie die Funktionsweise des menschlichen Blutkreislaufs verstehen? Gesucht wurde ein Lern- und Lehrkonzept, das komplexe Inhalte veranschaulicht und so neue Qualitäten des Lernens und Lehrens für die Bildung ermöglicht.“

Mit dem Cyber-Classroom erweitern Sie die herkömmlichen Lern-methoden durch futuristische dreidimensionale Lehrmittel. Inwieweit hat sich seit der Einführung der 3D-Lehr- und Lernumgebung der Unterricht verändert?

„Die SchülerInnen erkennen die Angebotsvielfalt der Medien und lernen, die digitalen Medien sinnvoll zu nutzen. Neben dem Verständnis für komplexe Sachverhalte trägt der Cyber-Classroom durch die Interaktionsmöglichkeit mit dem Wii-Eingabegerät zu einer spürbaren Motivationssteigerung der Schüler bei. Sie sind deutlich aufmerksamer – zumal ihnen die intuitive Bedienung der Technik aus dem Game-Bereich meist bereits bekannt ist. Nicht zuletzt profitiert auch die Lehrerschaft von motivierten SchülerInnen.“

Was sind Ihre Wünsche, wenn Sie an die Zukunft der Unterrichtsgestaltung in deutschen Klassenzimmern denken?

„Die Medienwelt begleitet junge Menschen über Jahre hinweg in ihrem Alltag. Schulen dürfen sich gegenüber dieser Entwicklung nicht verschließen, sondern sollten sich als möglichst lebensnahe Institution etablieren, die sich neuen Medien öffnet. Das Konzept der Medienpädagogik sollten Schulen als fortlaufenden Prozess sehen, der sich kontinuierlich entwickelt. Die SchülerInnen erhalten somit auch eine optimale Vorbereitung auf ihr Berufsleben.“

Die Fragen stellte Miriam Hausen, Heinrich Kommunikation

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"Mit der Entwicklung und dem Einsatz des Cyber-Classroom reagieren wir nicht nur defensiv auf das Medienverhalten unserer SchülerInnen. Schule muss diese Wirklichkeit aktiv mitgestaltet und innovative Technik im Sinne ganzheitlicher Bildung integrieren (Medi@Culture)."

Ralf Heinrich, Schulleiter Thomas-Strittmatter-Gymnasium St. Georgen



ralf heinrich in der welt am sonntag

"Lernen mit der Spielkonsole" - erster überregionaler Pressebericht in der WELT AM SONNTAG vom 4. Oktober 2009  [Download PDF ] und "3D-Unterricht soll Schüler motivieren" - lokaler Pressebericht über den VDC TZ Vortrag vom Oktober 2013